Dass alle Welt in die Hauptstadt Amsterdam pilgert, ist allgemein bekannt. Sie hat mit ihren Grachten und der besonderen Architektur der sie säumenden Häuser eine Besonderheit zu bieten, die ihresgleichen sucht. Dass auch in Amsterdam in den letzten Jahren ein Tourismusproblem entstand, ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden.
Also ist die Suche nach etwas Vergleichbarem, aber Ruhigerem, zwangsläufig. Dazu muss man nicht besonders weit fahren. Mit ca. 130 000 Einwohnern und seiner älte-sten Universität des Landes könnte man Leiden als das Heidelberg Hollands bezeichnen, nur eben im Look Amsterdams. Ein geschäftiger, aber auch gemütlicher Ort, von dem aus man ohne lange Anfahrtszeiten die Hauptstadt wie auch die großen Nachbarn Den Haag oder Rotterdam erreichen kann.

Der Name der Stadt stammt von der Bezeichnung eines römischen Militärlagers ab. Dies trug den lateinischen Namen "Lugdunum Bata-vorum" (auch: Brittenburg), was wiederum Rück-schlüsse auf das französi-sche Lyon zulässt.
Die Leiden-Geschichte reicht also bis ins römische Reich zurück, ist optisch jedoch von der typischen Renaissancearchitektur des Nordens dominiert. Diese Klinkerbauoptik, stammend aus dem Mittelalter, findet man in vielen Gassen des Stadtkerns wieder. Kommt der Frühling zurück, bilden blühende Bäume einen farblich attraktiven Kontrast zum rötlich eingefärbten Stadtbild.
Bezugspunkt ist dort, wo sich der Rijn in "oude" und "nieuwe" teilt. Während sich in Amsterdam die Grachten wie ein Spinnennetz verteilen, führt der Verlauf in Leiden quer hindurch. Im kleineren Maßstab und nicht annähernd so betriebsam als in der Hauptstadt ist Leiden ein Geheimtipp.