Wetter kann nie garantiert werden. Auch aus diesem Grund sollte uns das "Abenteuer" von Krk eine Lehre gewesen sein, dass wir für 2013 für eine Region planten, in der Sonnengarantien eher wahrscheinlich waren. Spanien und die Costa Dorada ist in dieser Hinsicht eine gute Wahl, und so kam es letztlich auch. Es gab (soweit ich mich erinnern kann) nur zwei heftige Schauer, die sogar den Platz, auf dem wir campierten, kurzzeitig überfluteten.
Abgesehen davon ist meine erste Spanienreise seit meiner frühen Kindheit eine mir sehr sonnig in Erinnerung gebliebene Erfahrung, in der wir von sehr abwechslungsreichen Erlebnissen berichten können. Von Städtetour über Besuche von Weltkulturerben bis zum strandigen Badevergnügen war alles vertreten, was das Urlauberherz begehrt. In Salou reifte dazu die Erkenntnis, dass es für uns ergiebiger ist, in Etappen zu reisen. Gerade weil wir solch reichhaltige Erfahrungen mitnehmen wollten, sei es eine Metropole zu besuchen oder Orte zu entdecken, die als Geheimtipp gelten. Außerdem ist es weniger mit Stress verbunden.
Strand und Promenade von Salou
Der katalonische Küstenort ist ein sehr beliebtes Urlaubsziel für zahlreiche Reisende, denen es weiter südlich zu heiß und woanders wettertechnisch zu unberechenbar werden könnte. Die Costa Dorada um Städte wie Taragona ist deshalb eine gute Wahl für diejenigen, die bei durch-schnittlich 30 ° Luft- und 25 ° Wassertemperaturen Sonne tanken möchten. In den 80ern tummelten sich dort vor allem Deutsche, heute finden sich auch vermehrt "Rothäute" von der britischen Insel ein.
Kloster Santes Creus
Verlässt man die katalanische Küstenebene um die Orte Reus oder Torredembarra ins Landesinnere, erstreckt sich über dem Rio Gaiá ein Kloster, das seinen Ursprung in der Schenkung durch die Adelsfamilie Montcada hat. Der Bau begann im Jahre 1168, ist im gotischen Stil gehalten, hat aber trotz dessen Bezug des Zisterzienser-Ordens eine bewegte Geschichte hinter sich.
Für uns war der Besuch einer der ersten dieser Art. Die Geschichtsträchtigkeit, ein Hauch von religiöser Mystik oder einfach nur fasziniert über die Leistung architektonischer Baukunst zu sein eröffnete mir persönlich eine neue Facette in meinem Interessenspektrum.
Weitere Informationen zum Kloster erhalten Sie hier und hier.
Port Aventura
Nach etwas Kultur durfte auch der Badespaß nicht zu kurz kommen. Die "PortAventura World" beinhaltet ein Resort mit Hotel, einen Freizeitpark wie auch einen Wasserpark, den "Caribe Aquatic Park". Letzterer war unser konkretes Ziel gewesen, um die vielseitigen Rutschen auszuprobieren oder uns in Doppelreifen durch die angelegten Wasserkanäle treiben zu lassen. Die richtig "krassen" Rutschen mit ordentlich Gefälle haben wir uns allerdings nicht getraut...
Montserrat
Schon die namensgebende Gebirgskette ist eine Augenweide. Der Blick ins Tal der Provinz Barcelona ist für Naturverrückte sicherlich ein Erlebnis, und das sich an den Gipfel des "gesägten Berges" anschmiegende Kloster komplettiert das imposante Bild aus Anmut und Ruhe. Ein Besuch in der Benediktinerabtei lohnt ebenso, gerade wegen der Figur der Schwarzen Madonna - aber bringen Sie Zeit und Geduld mit. Sie werden aller Voraussicht nach lange anstehen müssen.
Friedhof von Barcelona (Cementiri del Poblenou)
Ort der Trauer und des Todes. Wer an Friedhöfe denkt, denkt wahrscheinlich nicht gerne daran. Man muss verlorene Angehörige betrauern, auch können tiefsitzende Ängste eine Rolle spielen. Friedhöfe bildlich in Szene zu setzen, würde ich nicht als verwerflich betrachten. Und dieser Friedhof mit seinen stilvollen, teils anstößig anmutenden, zahlreichen Skulpturen laden geradezu ein, besucht zu werden. Schließlich ziegt sich dort eine Kunstform, die durch ihre würdevolle Gestaltung dem Tod ein wenig Leichtigkeit zurückgibt.
Barcelona
Die Hauptstadt Kataloniens ist in jeder Hinsicht ein Superlativ und im Metropolenwettstreit immer vorne mit dabei. Nun hätten wir weitere Tage gebraucht, Barcelona etwas besser kennenzulernen, und die Bilder zeigen auch nur ansatzweise Stationen unseres Trips durch die Innenstadt.
Sonstige
Folgende Shots sind Übungen im Umgang mit Perspektiven. Auch wenn es nur eine 70 €-Kompaktkamera war, hatte ich schon begonnen, Blickwinkel zu ändern und fotografisch einzufangen. Sicher keine Profiarbeit mit dem routiniert "besonderen Blick", aber ein Anfang und als Rausschmeißer unserer Spanienreise vielleicht angemessen ergänzend.